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Historique

 

Die Entstehungsgeschichte des DTC ABOL ESCH

 (heute DT ESCH ABOL)

 

Ab dem Jahr 1955 organisierte die Escher Agence Eugène Wengler (Immobilien, Versicherungen, Reisen) regelmäβig dreimal pro Jahr (Ostern, groβe Ferien, Weihnachten) Ferienkolonien für Kinder in der Schweiz im Bündner Oberland, auf Romanisch „Surselva“, in den Ortschaften Tenigerbad, Disentis, Compadials und Sedrun. Neben Wanderungen und Skifahren als Hauptbeschäftigungen wurde oft Tischtennis gespielt und dies am Anfang auf einer Tischtennisplatte, die auf einem Küchentisch abgelegt wurde.

 


 Nachstehend die Photos von 2 Absteigen aus dieser Zeit, die Pension Schuoler in Disentis (links) und die Pension Degonda in Compadials (Mitte).

        


Am 27.12.1963 fand ein Freundschaftsspiel zwischen Luxemburg A und B gegen die entsprechenden Schweizer Mannschaften aus Disentis statt. Im Saal des „Hotel Lukmanier“ in Disentis siegte unsere A-Mannschaft mit 6-4 und die B-Mannschaft mit 6-3. Für Luxemburg spielten gemischte Mannschaften aus Leitern der Ferienkolonie und Kindern. Anfang 1964 wurde der Verein „Les Amis du Bündner Oberland au Luxembourg“ gegründet. Ziele des Vereins waren die Freundschaft zwischen den Mitgliedern und dem Bündner Oberland zu vertiefen und minderbemittelten  Kindern gratis Ferien im Bündner Oberland zu ermöglichen. Erster Präsident wurde Norbert Frantz.

In der folgenden Zeit wurde weiter fleiβig Tischtennis gespielt. Es wurden Meisterschaften untereinander ausgetragen und wieder Freundschaftsspiele gegen Disentis organisiert. So langsam kam der Gedanke auf einen Verein zu gründen, der an den nationalen Meisterschaften der FLTT teilnehmen sollte.

KONTAKT“ hieβ eine gut illustrierte Zeitschrift, die von den „Amis du Bündner Oberland“

  


herausgegeben wurde. Jedesmal konnte man im Sportteil die Resultate der Freundschaftsspiele* gegen Disentis und Chur, und später dann die ersten Resultate der offiziellen Meisterschaftsspiele der FLTT lesen.

  •  2 Schiedsrichterbögen aus dieser Zeit

  


 Am 24. Juni 1964 war es dann soweit und zwar im Café Jängi Mora in Esch/Alzette: Der DTC ABOL Esch (Desch Tennis Club Amis du Bündner Oberland au Luxembourg) wurde ins Leben gerufen und bei einem guten „Patt“ getauft. Der erste Vorstand wurde gewählt. Präsident: Willy Geib, Sekretär: Guy Wengler, Kassierer: Charles Rolling, Beisitzende: Johny Leucker und Florent Philippi.

Auβerdem waren noch anwesend: François Dahm, Guy Ehlinger, Norbert Frantz, Fernand Gros, Georges Tonnar, Aloyse Weirich und Paul Paulus.

Der Stammverein lieh dem neuen Tischtennis-Verein 3000 Franken als Startkapital. Die Brüder Pierre und Louis Peckels stellten unentgeltlich ihren eigenen Spieltisch zur Verfügung. Nun fehlte aber noch ein Spielsaal, denn damals gab es in Esch noch keine Sporthalle. Nach langem Suchen konnte der Verein endlich Quartier beziehen auf der Tanzpiste des hinter dem Escher Stadthaus gelegenen „Hôtel Du Midi“.

Die Spielbedingungen waren katastrophal: spiegelglattes Parkett, ungenügende Beleuchtung und eine zu kleine Spielfläche. Das führte manchmal zu unsanften Bruchlandungen zwischen dem Schlagzeug des Tanzorchesters und den Stühlen. Aber es kam noch schlimmer: Anfang September 1964, also knapp 2 Wochen vor Beginn der ersten Spielsaison, wollte der Wirt des Lokals den Saal nicht mehr zur Verfügung stellen, da die jungen Spieler  nicht „rentabel“ genug waren für die Kasse des Wirtshauses.

In Esch war kein geeigneter Saal zu finden. Sechs Tage vor Meisterschaftsbeginn stellte Poly Steffen, Jeunesse- und Nationalmannschaftstorwart, dem Verein hilfsbereit seinen Saal in Schifflingen zur Verfügung. Ohne Poly Steffen hätte der Verein nicht in der Person von Jean-Paul Steffen, Polys Sohn, einen seiner besten Spieler entdecken können. Nachstehendes Bild zeigt Jean-Paul Steffen im Doppel mit Guy Wengler.


  Zur Einsicht weiterer Fotos, bitte hier klicken.

Im November 1967 konnte der DTC ABOL Esch endlich wieder in Esch spielen und zwar im groβen Saal der Maison des Jeunes. Es gab dort aber keine Umkleideräume und keine Duschen. Der Saal war auch zu klein für die vielen ABOL-Mannschaften. Zwei weitere Spieltische konnten in den verlassenen Räumen der früheren ARBED-Kantine auf dem“Tipp“ (rue des Acacias) aufgestellt werden und ein Tisch in einem kleinen Saal im Untergeschoss der Dellhéicht-Schule.

Die Zahl der ABOL-Mannschaften wuchs ständig und am Ende der Spielsaison 69/70 schlug für den jungen Verein die groβe Stunde: die erste Mannschaft sicherte sich den Aufstieg in die Nationaldivision, wo sie ohne Unterbrechung verblieb bis zur Saison 80/81.

Gegen Ende des Jahres 1974 stellte die Gemeinde dem Verein endlich in der neuen Lallinger Sporthalle einen Saal von 13 x 18m zur Verfügung. Von nun an konnten die schon traditionellen „Championnats nationaux de la Ville d’Esch-sur-Alzette“ im groβen Saal der Sporthalle auf 16 Tischen gespielt werden und nicht mehr wie vorher im LGE. Die erste Ausgabe dieses Turniers wurde 1967 ausgetragen und von Gast Krecké  vor Fernand Boden gewonnen.

Durch diese guten Bedingungen konnten sich zahlreiche gute Spieler entfalten, die auch in den Nationalmannschaften der FLTT hervorragende Leistungen vollbrachten wie z.B. Patrick Haas und  Yves Maas (7-facher Landesmeister) sowie einige Jugendspieler in den Cadets und Scolaires Auswahlmannschaften des Verbands.

Der Abstieg aus der Nationaldivision leitete 1980/81 einen Aderlaβ an Leistungsträgern aus. Patrick Haas und ein Jahr später Yves Maas verlieβen den Verein im Bestreben, ihre persönliche Karriere auf höchster Ebene fortzusetzen. Trotzdem wurde 1982 noch einmal der Aufstieg in die Nationaldivison geschafft (damals mit Michel Wolter, Patrick Goetzinger, Marco Sowa  und Romain Müller), doch leider war dies nur von kurzer Dauer. Es wurde schon damals immer deutlicher, dass nur ein hoher finanzieller Aufwand es ermöglichen würde sich an der Spitze zu behaupten. Der damalige Vorstand entschied sich gegen diesen Weg und zog es vor, eher auf die kameradschaftliche Athmosphäre zu setzen, die seit Anfang den DT Esch Abol charakterisiert hatte und auch heute noch vorrangig ist, obwohl es mittlerweile klar geworden ist, dass man sich ohne finanziellen Aufwand in den 3 obersten Divisionen nicht behaupten kann und somit etwas Wasser in den Wein geschüttet werden muβte.

Bevor dies zum Tragen kam, hatte der Verein trotz allem zwischen den Jahren 1982 und 2010 eine beeindruckende Serie von guten Resultaten aufzuweisen. Nur um einige zu nennen:

1981/1982: Patrick Goetzinger, Criterium Juniors Gewinner und idem Diane Pascucci bei den Mädchen, 1983/1984: Michel Wolter, Landesmeister im Einzel U21, 1990/1991: FLTT-Pokal, 1991/ 1992: Cédric Perlot, Critérium Minimes Gewinner, 1992/1993 Cadetsmannschaft, Mannschaftsmeister, 1995/1996 resp. 1998/1999: Michèle Berg, Critérium Cadets resp. Critérium Juniors Gewinnerin, 1996/1997: Damenmannschaft,  Coupe de Luxembourg Dames, 1997/1998: Michèle Berg, Landesmeisterin im Einzel Juniors Mädchen, 1998/1999: Minimesmannschaft, Mannschaftsmeister, 1998/1999: Caroline Maas, Landesmeisterin Préminimes, 1998/1999 resp. 1999/2000: Caroline Maas, Critérium Gewinnerin Préminimes resp. Minimes, 2000/2001 und 2009/2010: 1. Seniorenmannschaft, Finalist der Coupe Think, 2002/2003: Damenmannschaft, Meister der Nationaldivision.   

In den Jahren nach der Jahrtausendwende entschloss sich der Vorstand seine Strategie zu ändern und machte es hierdurch möglich mit der 1.Mannschaft vom 2009 bis 2013 zwischen der Promotion und der Nationale 2 hin und her zu pendeln um dann leider am Ende der laufenden Saison 2013-2014 wieder in die 1.Division abzusteigen. Zu erwähnen ist noch der Sieg in der Coupe Think in der Saison 2011/2012.

Nichtsdestotrotz setzt der DT ESCH ABOL weiter auf die Jugendarbeit um junge Talente  durch ein gutes Image anzuziehen und anschlieβend zu fördern um über diesen Weg, anstatt nur über den finanziellen, Top-Spieler zu gewinnen. Abgesehen von diesem Ziel steckt der Verein viel Arbeit in die allgemeine Jugendarbeit und dies hauptsächlich in Zusammenarbeit mit den Schulen und Lyzeen.     

Der Verein, der einzige Tischtennisverein in Esch-sur-Alzette, ist am Ende der Saison 2013/2014 mit einer Zahl von 77 Mitgliedern und 46 lizenzierten Spielern/Spielerinnen der 20. Verein in der Verbandsliste, die nach der Lizenzenzahl geordnet ist. Die Meisterschaften der Saison 2013-2014 wurden mit 6 Senioren-, 2 Cadets- und 2 Jeunes-Mannschaften ausgetragen. Übrigens sind 43% der Lizenzierten Jugendliche zwischen 9 und 19 Jahren und der DT ESCH ABOL wird sich weiterhin die Jugendarbeit als Hauptziel setzen, damit der bereits hohe prozuentale Anteil an jungen Spieler/Spielerinnen nicht nur bestehen bleibt, sondern auch noch zunimmt. 

Noch ein kurzes Wort zu den Präsidenten, von denen der 1., in der Person von Willy Geib


 

(Präsident von 1964 bis 1982) auch lange Jahre Generalkassierer der FLTT war. Dessen Nachfolger waren:

 

  • Norbert Gruber 1982 – 1988
  • Bert Goergen 1988 – 1995   

  • Nico Hertges 1995 – 2006  

  • Laurent Kohl 2006 - ?         

Des Weiteren  war das Gründungsmitglied Charles Rolling, Mitglied des Comité Directeur und der Commission des Jeunes sowie Mitarbeiter des COSL bei der Redaktion der Zeitschrift „Flambeau“. Auch der bekannte Escher Künstler Nicolas Goetzinger, Charles Koster (Commission des jeunes) und Henri Hempel (Commission des arbitres)  leisteten der FLTT und dem Verein groβe Dienste.

29/05/2014